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aktualisiert 11.08.2010
Bernhard Balschbach

Südkurier 24.10.2005

Rekordteilnahme beim Altstadtlauf – Familien und Schüler begeisternd dabei – 10000 Zuschauer

Achtung, fertig, los: 2500 wissen, was läuft

Sie kreischen, bis das Trommelfell bebt. Beim Altstadtlauf beginnt die Show schon Minuten vor dem Start. Marko Börsig und Guido Frommer vom Turnverein Konstanz heizen als Animateure die Stimmung an: Durchs Publikum läuft eine La-Ola-Welle und Mädchen sowie Jungen am Start brüllen sich die Lungen schlapp. Ein Wunder, dass sie noch Puste haben, um auf die Strecke zu gehen. Rund 2500 Menschen starten beim Konstanzer Altstadtlauf, so viele wie nie zuvor. Trotz zeitweiliger Regenschauer - die meisten haben Spaß beim Laufen und beim Anfeuern. Günter Regele, Cheforganisator vom Veranstalter, dem Turnverein Konstanz, schätzt die Zahl der Zuschauer auf rund 10000.

Die Flut der Anmeldungen vor allem bei den Kindern überraschte die Planer. Die grasgrünen Laufshirts reichen für die vielen Miniläufer bei weitem nicht aus. Kleiner Trost: Wer leer ausgeht, bekommt die Shirts nachgeliefert.

Der vom SÜDKURIER unterstützte Altstadtlauf mit seinen 22 Startkategorien bewegt ganze Familienverbände, so etwa die Kempters mit der vier Jahre alten Lisa und der zehn Jahre alten Nina. Mama Erika geht gleich zwei Mal an den Start: Beim Familienlauf und beim neu gegründeten Firmenlauf. Sonderapplaus erntet die kleine Franziska Nussbaumer. Erst im Dezember wird sie drei Jahre alt, dennoch bewältigt sie die 865-Meter-Strecke. "Sie wollte, weil ihre fünf Jahre alte Schwester mitgelaufen ist. Sie hat gesagt: „Das kann ich' ", stellt ihre Mutter fest. Die Kleine behält Recht. Auch die Familie Nussbaumer ist mehrfach am Start. Die Mama beim Firmenlauf und ihr Mann bei den Senioren.

Der neu geschaffene Firmenlauf kommt offenbar an. Rund 160 Teilnehmer starten, etwa in Teams von Altana, den Stadtwerken, der Reichenau Gemüse e.G., Amnesty-International und des Christiani-Instituts. Der 58 Jahre alten Verlagsleiter Bernd Janowski ist nach der 4070 Meter langen Strecke angefressen: "Ich will wieder regelmäßig trainieren."

Eine Ahnung von der großen Welt des Laufens bekommen Zuschauer beim Hauptlauf über 8,1 Kilometer mit Spitzensportlern aus Kenia. Sie setzen sich schnell ab und sind den anderen um Runden voraus.

Hinter dem Ziel nehmen Läufer Stofftaschen des SÜDKURIER mit Überraschungspräsenten entgegen. Rund 100 Freunde und Mitglieder des Turnvereins Konstanz wirken im Hintergrund. Ein paar Läufer holen sich Blessuren, so etwa einige Jungen, die im Startgedrängel zu Boden stürzen.

 Claudia Rindt

Südkurier 24.10.2005

Afrikanische Läufer beim 21. Konstanzer Altstadtlauf in der Spitze unter sich

Sieg im dritten Anlauf für Abraham Tandoi

Zwar spielte das Wetter nicht ganz mit beim 21. Konstanzer Altstadtlauf am Sonntag, doch der Stimmung auf und neben der Strecke tat der zeitweise eintretende Regen keinen großen Abbruch. Ganz im Gegenteil, Cheforganisator Günter Regele konnte mit etwa 2500 Läuferinnen und Läufer einen neuen Teilnehmer Rekord vermelden.

 

Keinen neuen Rekord gab es jedoch in sportlicher Hinsicht, denn der nasse Asphalt ließ keine Spitzenzeit zu. Dennoch sorgten die Topläufer im Hauptrennen für Spannung. Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr sicherte sich Abraham Tandoi(Kenia) bei seinem dritten Start dank einem fulminanten Schlussspurts den Sieg knapp vor seinem Landsmann Elisha Sawe, der Sieger des Los Angeles Marathons 2003. Bei den Frauen unterstrich die Triererin Michaela Schädler ihre Favoritenrolle mit einem souveränen Sieg. Erst über zwei Minuten später kam die zweite Läuferin ins Ziel, die Konstanzerin Ulrike Ott.

Wenig begeistert war das Organisationsteam um Günter Regele beim Blick zum Himmel. Was war das für ein Oktober bis einschließlcih Samstag. Und ausgerechnet am gestrigen Sonntag, dem Tag des Altsatdtlaufes, zeigte sich das Herbstwetter von seiner tristen Seite, phasenweise regnete es sogar. Doch weder die Läuferinnen und Läufer  noch das Konstanzer Publikum ließ sich abschrecken. Bei jedem der insgesamt elf Läufe waren neue Rekordbeteiligungen zu verzeichnen, sodass zwangsläufig ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt wurde. Allein beim Hauptlauf, der über 8140 Meter durch die Konstanzer Altsadt führte, waren 476 Läufer am Start.

Den Ton gaben aber die Läufer mit dunkler Hautfarbe an. Schnell setzte sich ein Sextett mit sechs afrikanischen Läufern ab, die schon vor der Beendigung der zweiten Runde ans Überrunden gingen. Zu fünft bogen sie dann auf die Zielgerade auf dem Stephansplatz ein, doch da war schon klar, dass die beiden Favoriten Abraham Sandoi und Elisha Sawe den Sieg unter sich ausmachen würden. Der bessere Schlussspurt entschied schließlich zugunsten von Tandoi. Innerhalb von nur 13 Sekunden kamen die ersten fünf Afrikaner durchs Ziel, etwas dahinter dann Mark Yattich als Sechster. Dann tat sich über 90 Sekunden lang gar nichts, ehe weitere Läufer ins Ziel kamen. Unter ihnen als Zehnter der Lokalmatador Frank Holfeld (ASC Konstanz), gefolgt von den beiden besten Senioren Frank Karotsch (TV Gailingen) und Erwin Bayer (VfB Randegg). Tandoi war nach den vier Laufrunden bereits gut erholt beim Siegerinterview, als der Streckenfunk vermeldete: “Das Ende des Feldes ist auf der zweiten Runde am Münsterplatz angekommen.“

„Ich komme jedes Jahr wieder, bis ich aufhöre mit Laufen“, versprach ein glücklicher Sieger noch im Zielbereich, der aufgrund einer Zugverspätung nur wenig Zeit zur Vorbereitung hatte, dann aber doch den 400 Euro-Scheck in Empfang nehmen konnte, bevor er in Richtung Bahnhof enteilte.

Und während der Sieger noch im Zielbereich Rede und Antwort stand, kam die erste Frau ins Ziel, fast fünf Minuten nach den ersten Männern. Die Triererin, die bei den Deutschen Meisterschaften über 10000 Meter und im Halbmarathon je dritte wurde, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Dahinter zeigte die Konstanzerin Ulrike Ott, dass mit ihr nach wie vor zu rechnen ist. Fast 40 Sekukunden nahm sie der 20 Jahre jüngere Barbara Dieterle (LG Uni Konstanz) ab und sicherte sich damit den zweiten Platz im Hauptfeld und den souveränen Sieg in der Seniorinnen Klasse.

Zweifelsfrei faszinierten die Spitzenläufer das Publikum, doch der echte Reiz des Laufes fand weiter hinten im Feld statt, wo jeder für sich und gegen den inneren Schweinehund kämpfte. Doch das stets anfeuernde Publikum trieb auch die Läufer am Ende des Feldes in Richtung Ziel. Und auch die jüngsten Läuferinnen und Läufer ( Jahrgang 1998 und jünger), die nach dem Familienlauf auf die Strecke gingen, sowie die vielen Schülerinnen und Schüler standen den Lauf-Assen in Sachen Ehrgeiz in nichts nach und sorgten für ein echtes Lauffest in der Konstanzer Altsatdt.

Jürgen Rössler

Südkurier 25.10.2004

2100 Läuferinnen und Läufer am Start

Bei strahlendem Herbstwetter haben 2100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Laufschuhe geschnürt und gingen beim 20. Konstanzer Altstadtlauf an den Start. Das ist neuer Teilnehmerrekord. Die jüngste Teilnehmerin war drei Jahre, der älteste Teilnehmer, der bislang jedes Mal mitgelaufen ist, war 73. Rund 12 000 Zuschauerinnen und Zuschauer feuerten die Profis und die Freizeitsportler an.

Der erste Startschuss fiel pünktlich um 13 Uhr für den Familienlauf. Dabei mussten mindestens drei Familienmitglieder an den Start, deren Zeiten dann addiert wurden. Die jüngsten Teilnehmer bei diesem Lauf lagen noch im Kinderwagen oder wurden im Tragetuch vor Papas Bauch transportiert. Die jüngste Teilnehmerin, die bei den Bambinis die 1070 Meter lange Strecke lief, war Jahrgang 2001.

Rund 12 000 Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die Strecke durch die Konstanzer Innenstadt und feuerten die Läuferinnen und Läufer an, auf dem Stephansplatz herrschte Feststimmung. Vor jeder Läufergruppe zeigten drei Radfahrer den Teilnehmern den Weg und sorgten für eine freie Strecke.

Zum ersten Mal beteiligte sich die Konstanzer Unicef-Gruppe am Altstadtlauf. Sie schickte Prominente und Sponsoren an den Start, die mit ihrem Startgeld von 100 Euro Unicef-Aktionen gegen den Kinderhandel unterstützen. Selbst an den Start gingen Gräfin Bettina Bernadotte und Gaby Hauptmann und auch einige Stadträtinnen und Stadträte vergossen Schweiß für den guten Zweck. Die Profiläuferinnen und -läufer aus Kenia nutzten die 1400 Meter lange Runde zum Warmlaufen.

Dichtes Gedränge herrschte beim Hauptlauf, als insgesamt 540 Läuferinnen und Läufer an den Start gingen. Mit dabei war auch die Gruppe  "Fit für den Altstadtlauf ", die seit dem Frühjahr gemeinsam für dieses Ereignis trainiert hatte. Bei den Profis beherrschten die Kenianer das Rennen. Nach 23,03 Minuten überquerte Lavan Cheze die Ziellinie und auch die nächsten Plätze teilten die Teilnehmer aus Kenia unter sich auf. Erst auf Platz sechs landete der Ukrainer Alexander Sitkovski.

Bei den Frauen verwies Oksana Melzaeva aus der Ukraine in 26,51 Minuten die Teilnehmerinnen aus Kenia auf die Plätze zwei und drei. Von den 540 Läuferinnen und Läufer, die auf die 8670 Meter lange Strecke gegangen waren erreichten 487 das Ziel.

Unter dem Motto "Wir machen der Integration Beine" startete eine Gruppe  von 30 Läuferinnen und Läufer aus elf Nationen und eine Schwäbin beim Mittelstreckenlauf. Über die Distanz von 4340 lief auch der älteste Teilnehmer. Willi Pfleghaar war mit 73 Jahren nicht nur der Senior unter den Läufern, sondern auch ein Altstadtlauf -Veteran: Er war bisher bei allen 20 Läufen dabei.

Martina Keller-Ullrich

 

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